Projekt microtei

Im Juni 2022 startet die Canarina-Stiftung zusammen mit der Forschungsgruppe für Angewandte Analytische Chemie (AChem) der Universität La Laguna das Projekt MICROTEI (Bestimmung von Mikroplastik im Teide-Nationalpark). Mit diesem Projekt wird zum ersten Mal das Vorhandensein von Mikroplastik im Teide-Nationalpark, einer weltweit einzigartigen vulkanischen Hochgebirgsumgebung, untersucht.

Dieses Gebiet, das 1954 zum Nationalpark und 2007 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde, verfügt über exklusive geologische und ökologische Werte.

Doch was auf den ersten Blick wie ein isoliertes und gut erhaltenes Ökosystem aussieht, ist in Wirklichkeit nicht vor anthropogenen Einflüssen sicher. Neben dem direkten Beitrag des Tourismus und der menschlichen Nutzung im Allgemeinen (El Teide ist seit Jahren der meistbesuchte Nationalpark Europas und hat einen Massentourismus erreicht) könnte dieser Park aufgrund seiner geografischen Lage im Atlantik und seiner Höhenlage als potenzielle Senke für Mikroplastikpartikel fungieren, die durch atmosphärische Phänomene dorthin getragen werden und durch Regen, Wind und Schnee den Boden erreichen.

In diesem Sinne haben jüngste Untersuchungen in der Arktis, in den französischen Pyrenäen und in verschiedenen Nationalparks in den USA den hohen Grad der Mikroplastikverschmutzung in diesen Schutzgebieten aufgezeigt, die von großem ökologischem Wert und relativ weit von den wichtigsten Industrien und Bevölkerungsgruppen entfernt sind.

Überraschenderweise sind die in diesen Gebieten gemessenen Mengen an Mikroplastik (hauptsächlich Polymere, die in der Industrie und in Textilien verwendet werden) ähnlich hoch wie in städtischen Gebieten.