Projekt SOS KANARISCHE KÜSTE
Die Kanarischen Inseln sind aufgrund ihrer großen biologischen Vielfalt, ihrer Einzigartigkeit und ihres ausgeprägten Küstencharakters wahrscheinlich das einzigartigste Gebiet in ganz Spanien. Mit weniger als 7.450 km2 – kaum 1,5 % der Gesamtfläche Spaniens – sind die Kanarischen Inseln die autonome Region mit der zweitlängsten Gesamtküstenlinie – mehr als 1.500 km -, was fast 20 % der spanischen Küstenlinie entspricht.
Die intensive touristische Entwicklung seit den 1960er Jahren hat zu einer raschen und intensiven Umgestaltung der Landschaft und zu einer Beeinträchtigung der Werte der biologischen Vielfalt geführt, insbesondere in den küstennahen Gebieten, die am stärksten nachgefragt werden und unter dem Druck der tourismusorientierten Bauwirtschaft stehen.
Nach der Kartierung des spanischen Landnutzungsinformationssystems sind auf den Kanarischen Inseln im Umkreis von 5 km um die Küste mehr als 10 % der Fläche künstlich bebaut, und im Umkreis von 500 m steigt dieser Prozentsatz auf fast 18 %. Die kanarische Küste ist viel empfindlicher und wertvoller als die spanische Küste insgesamt, und ihre Erhaltung und nachhaltige Nutzung ist daher dringend erforderlich.
Diese Studie, die vom Observatorium für Nachhaltigkeit mit Unterstützung der Canarina Stiftung entwickelt wird, konzentriert sich auf den Küstenstreifen der Kanarischen Inseln, um das empfindliche Gleichgewicht zwischen dem Erhaltungszustand und dem starken anthropogenen Druck, dem er ausgesetzt ist, zu bewerten und um alle Informationen über die Küsten der Kanarischen Inseln an einer einzigen Stelle zusammenzustellen und zu bündeln, mit dem Ziel, Entscheidungsträgern, öffentlichen und privaten Einrichtungen und der Öffentlichkeit alle relevanten Informationen über die Nachhaltigkeit der Küsten des Archipels zur Verfügung zu stellen.


